Jetzt ist schon Februar, der Schnee lässt auf sich warten und die Bundesregierung auch mit der Verabschiedung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie. Die letzte Lesung soll im Bundestag stattfinden mit der anschließenden Verabschiedung. Am 21. März 2016 soll die neue Richtlinie starten. Über die Inhalte wurde oft geschrieben. Entsprechende Quellen sind über Goggle leicht zu finden und nachzulesen.

Was bedeutet das aber für Ihr Geschäft? Heute und in Zukunft. Was wird sich verändern? Was nimmt Ihr Kunde war? Welche Provisionssumme müssen Sie zukünftig öffentlich machen? Nur Ihre eigene Provision oder auch alle Overheads?

Sie sehen, die Fragen bleiben (und nehmen sogar noch zu). Auch nach Verabschiedung werden mehr Fragen offen bleiben als beantwortet werden.

In einem gesonderten Artikel werde ich dazu in den nächsten Tagen Stellung nehmen.

Wir wollen uns aber heute um Ihr Geschäft in diesem Jahr kümmern. Dazu ist es notwendig einen kurzen Blick zurück zu werfen.

2015. In vielen Regionen Deutschlands hat der Verkäufer einer Immobilie die Oberhand. Man spricht vom sogenannten Verkäufermarkt. Der Verkäufer sieht sich vielen Käufern gegenüber. Sofern finanzkräftige Kaufwillige vorhanden sind, ist beinahe jeder Preis durchsetzbar. Verkäufer können Preise erzielen, an die noch vor einigen Jahren nicht zu denken war. Mancherorts haben sich die Verhältnisse so verschärft, dass nur noch an den Meistbietenden verkauft wird. Ein Modell (das sog. Bieterverfahren), das sich bei einigen Maklern zum Geschäftsmodell entwickelt.

Der Kunde, damit auch Ihr Finanzierungskunde sieht sich vermehrt dieser Situation ausgesetzt.

Welchen Wert setzt aber das Kreditinstitut an? Hat der Kunde genügend Eigenkapital, um Preisspitzen abzufedern? Macht es für den Baufinanzierer Sinn den Antrag bei mehreren Banken einzureichen, um wenigstens eine Zusage für den Kunden zu bekommen?

Was tun, wenn es mehrere Zusagen gibt? Wird eventuell der Hypothekenscore des Kunden bei der Schufa gefährdet? Ist das Vorhaben bei der dritten Einreichung und der damit verbundenen dritten Schufa Anfrage überhaupt noch finanzierbar? Was tun bei folgendem Statement einer Bank: “Hätten Sie nicht schon zwei Mal angefragt, hätten wir die Finanzierung begleitet“?

Welche Wertermittlung zur Berechnung des Beleihungswertes wurde für den Kunden erstellt? Wie reagiert dieser in folgendem Szenario: Der Kaufpreis beträgt 400.000,– €; die Bank teilt in der Zusage den Immobilienwert mit 330.000,- € mit. Hat der Kunde dann vielleicht doch zu teuer gekauft? Will er immer noch kaufen oder sagt er sich, dass er für sein Geld nicht genug Objekt bekommt?

Wer haftet zukünftig für diese Aussagen und dokumentieren Sie diese zukünftig?

Schon in der nächsten Woche wollen wir uns an die Beantwortung der ersten Fragen machen. Wir werden Ihnen Chancen und Risiken aufzeigen.

Starten werden wir mit der wohl wichtigsten Frage, welche Art der Beratung Sie zukünftig anbieten wollen (oder müssen).

Bis dahin wünsche ich gute Geschäfte …